vorgestellt

 

Kulturzentrum Ostpreußen (Hg.) 

Historia w kamieniu i betonie.

Fortyfikacje między Wisła a

Niemnem 1700–1945 /

Geschichte aus Stein und Beton.

Befestigungen zwischen Weichsel und Memel 1700–1945

Ellingen 2016, 64 Seiten mit farbigen Abbildungen , € 8,–

zu beziehen über das Kultur­zentrum Ostpreußen (www.kulturzentrum-­ostpreussen.de).

 

Das Preußenland erfreut sich – vor allem auch touristisch – als Land der Ordensburgen großer Beliebtheit. Seine dabei oft übersehene Bedeutung für die Wehrarchitektur jüngerer Epochen ruft der Katalog über Befestigungen zwischen Weichsel und Memel 1700–1945 in Erinnerung, der eine gleichnamige Ausstellung des Kulturzentrums Ostpreußen dokumentiert. Nach einem knappen historischen Abriss über die Geschichte des Festungsbaus in den östlichen Provinzen Preußens gibt das Buch einen Überblick über die jeweiligen Festungen und sonstigen Befestigungen in West- und Ostpreußen. Den Abschnitten sind jeweils kurze Einführungen zu den Spezifika der Befestigungstypen vorangestellt. Für den westpreußischen Raum dokumentiert der Katalog die Festungen Danzig, Marienburg, Graudenz, Thorn, die Feste »Weichselmünde«, die Fortifikationen der Stadt Elbing, die Brückenköpfe Dirschau, Münsterwalde, Culm und Fordon sowie die »Weichselbatterien«. Sehr hilfreich ist – gerade für den militärgeschichtlichen Laien – das Glossar sowie – für Leser, die an tiefer­gehenden Informationen interessiert sind – das Literaturverzeichnis. Da das Buch selbst eher schlaglichtartig die wichtigsten Fakten vermittelt, ist eine solche ergänzende Lektüre zu empfehlen. Auch wenn man sich bisweilen mehr Kontext­informationen wünschte, bietet das Buch doch durchaus erste wichtige Einblicke in den Themenbereich west- und ostpreußischer Wehrarchitektur.

Tilman A. Fischer